Januar 2022

KlimaKohleHoffnung - CO2 aus der Luft holen

Seit einiger Zeit begeistern wir uns für die Pflanzenkohleherstellung und ihr Potential als CO2-Senke und Bodenverbesserer. Dies wird auch bereits in unseren Projekten erprobt und umgesetzt. Der Fachverband Pflanzenkohle e.V., mit dem wir in Verbindung stehen, hat nun das Projekt KlimaKohleHoffnung gestartet, um auf das Thema Pflanzenkohle weiter aufmerksam zu machen.

Mit jeder Menge wissenschaftlicher und praktischer Kompetenz arbeitet der Verband daran Kohlenstoffkreisläufe neu zu denken, die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Pflanzenkohle bekannt zu machen, diese zum Nutzen für Mensch und Umwelt weiterzuentwickeln, sei es als Bodenverbesserer, als Additiv in der Tierhaltung, in Baustoffen oder neuen Materialien, Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft über klimapositive Technologien zu informieren und zu ermutigen: zum Handeln, Forschen, Entwickeln, Zusammenarbeiten, Verstehen, Austauschen und Informieren.

 

 
 

Oktober 2021

MindChangers: Mit Umweltbildung etwas in Deutschland bewegen

Schon lange hatten wir von Life-Giving Forest e.V. das Gefühl, dass eine gute Projektzusammenarbeit mit unseren Partner:innen auf den Philippinen nur dann funktionieren kann, wenn auch Deutschland zum "Entwicklungsland" wird. Wie kann es sein, dass eine Person in Deutschland ca. 8,4 Tonnen CO2 im Jahr emittiert, während eine Person auf den Philippinen nur auf 1,3 Tonnen kommt? Was hat Europas Kolonialgeschichte mit dieser Schieflage zu tun? Wie kann die Perspektive von unseren Projektpartner:innen mehr Gehör in der Debatte um Klimagerechtigkeit finden? Und wie können diese Fragen in einem Team aus Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen mit den verschiedensten Migrationsgeschichten und sowohl in Deutschland als auch auf den Philippinen beantwortet werden?
 
Deshalb haben wir uns bei dem Projekt MINDCHANGERS beworben und Fördermittel erhalten. Jetzt haben wir ein Jahr Zeit, um uns mit diesen und vielen weiteren Fragen zu beschäftigen und das Bildungskonzept  "ChangeBox" zu entwickeln. 
 
MINDCHANGERS wird gefördert von der Europäischen Union, dem Staatsministerium Baden-Württemberg und der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg.
 

September 2021

Globaler Klimastreik

Der diesjährige globale Klimastreik fand direkt vor der Bundestagswahl statt. Daher betrachteten wir es als besonders wichtig, mitzumachen. In Vaihingen-Enz starteten wir sogar eine eigene Initiative. Wir freuten uns über die unerwartet vielen Menschen, die daran teilgenommen haben. Wir möchten unseren Mitmenschen, der Politik und der Wirtschaft zeigen, dass wir (schon lange) für die nötigen Veränderungen bereit sind.
 
Hier findet Ihr ein Video der Aktion.

Juli 2021

Jubiläumsfeier am Forsthaus bei Michelbuch

In diesem Jahr wurde Life-Giving Forest e.V. 10 Jahre alt. Wir planten eine große Feier, doch diese verschoben wir letzendlich auf nächsten Sommer. Also trafen sich die aktiven Mitglieder am Forsthaus bei Michelbuch. Das erste Treffen seit Beginn der Pandemie - es war so schön, endlich wieder beisammen zu sein. Wir genossen es, Zeit miteinander zu haben, gemeinsam zu lachen und die letzen 10 Jahre Revue passieren zu lassen. Jedes Mitglied bekam eine philippinische Muschel und eine Mango als symbolisches Dankeschön für ihren/seinen Einsatz für Aufforstung und benachteiligte Menschen auf den Philippinen.
Am Nachmittag ließen wir noch eine Runde unsere Köpfe rauchen - wir konkretisierten unsere Zukunftspläne in Anknüpfung an unseren Visionstag (der zuvor online stattgefunden hatte). Den Abend ließen wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. Wir sind wirklich stolz auf das, was wir in 10 Jahre alles geschafft haben.

Juni 2021

Online-Seminar: Wir lernen über kollektive Führung

Wie kann man sich als Gruppe organisieren, sodass das höchste Potenzial entfaltet wird? Dieser Frage dürften wir in einem spannenden Online-Seminar nachgehen: Gemeinsam mit Hendryk Obenaus von Leadership³ haben wir gelernt, was kollektive Führung ist.
 
Führung? Was heißt das eigentlich? Klassisch gibt es eine Person, die „das Sagen hat“, also die Führung und viele Entscheidungen in einer Organisation übernimmt. Das Konzept der kollektiven Führung bietet eine Alternative zur üblichen hierarchischen Struktur. Wie der Name schon sagt, leitet man hier als Gruppe: Es gibt keine festen Rollen, sondern geführt wird dort, wo es passt und wo die höchste Kompetenz vorhanden ist. So soll es eine dynamische Arbeitsweise in Organisationen schaffen, bei der durch die gebündelten Fähigkeiten neuartige Lösungsansätze entstehen. 
 
Hier die wichtigsten drei Punkte kurz erklärt:
1. Kollektive Führung kann entstehen, wenn jeder einzelne Mensch, seiner tiefsten Wahrhaftigkeit folgt und sein Potenzial lebt.
Wichtig ist also ein ehrlicher und offener Umgang mit sich selbst: Meiner eigenen Wahrhaftigkeit folgen, das heißt am richtigen Platz zu sein und das richtige zu tun. Wir lassen uns also nicht leiten durch Automatismen und Ängste.
 
2. Kollektive Führung entsteht, wenn Entscheidungen da getroffen werden, wo die höchste situative Kompetenz ist. Statt bei einer Person liegt die Führung wie ein Ball in der Mitte und die Person übernimmt, die im derzeitigen Moment am geeignetsten ist. Führen kann heißen, dass man das Wort ergreift, eine Idee oder einen Vorschlag einbringt. Offen- und Ehrlichkeit sind hier unglaublich wertvoll, um Kompetenz im Team wahrzunehmen oder auch anzuerkennen, wann der zu leitende Moment vorbei ist.   
 
3. Kollektive Führung entsteht, wenn die einzelnen Intelligenzen sich zu einem Größeren verbinden und ein angebundenes, emergentes Handeln entstehen kann.
Statt alte, reproduzierte Lösungsansätze, gibt uns diese Herangehensweise die Möglichkeit unser Potenzial voll auszuschöpfen. Wir kommen gemeinsam auf Ideen, die wir vorher nicht erahnen konnten. 
 
Wir haben aus dem Seminar viele Impulse für unsere Vereinsarbeit mitgenommen. Für  kollektive Führung benötigen wir vertrauensvolle Beziehungen untereinander und jede:r eine gute Portion menschliche Reife.

September 2020

Globaler Klimastreik

Am 25.09.2020 war es endlich wieder so weit: Fridays for Future hatte erneut zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. Nach sechs Monaten Streik im Internet durften sich die Menschen endlich wieder physisch auf der Straße treffen - natürlich mit Abstand. Aktive von Life-Giving Forest e.V. waren in Karlsruhe, Tübingen und Kempten mit dabei. Insgesamt haben in Deutschland 200.000 Menschen für mehr Klimaschutz protestiert. Der globale Klimastreik kam gerade zum richtigen Zeitpunkt: Mitte Oktober verhandeln die Europäischen Mitgliedsstaaten, welchen Beitrag die EU zur Eindämmung der Klimakrise leisten soll. Gemeinsam müssen sie sich auf ein neues EU-Klimaziel für das Jahr 2030 einigen. Klimawissenschaftler*innen sagen, dass die EU-Staaten ihren CO2-Ausstoß bis 2030 um mindestens 65 % reduzieren müssen. Lasst uns alle mit anpacken, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen!

April 2020

Jahresmitgliederversammlung - mal anders

Wie jedes Frühjahr stand auch in diesem wieder eine Jahresmitgliederversammlung an. Wir freuten uns auf ein großes Wiedersehen, gemeinsames Köpfe rauchen lassen, kochen - zusammen sein. Nachdem Corona uns diesbezüglich einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, waren wir, wie so viele zur Zeit, herausgefordert einen neuen Weg zu finden. Also trafen wir uns zum ersten Mal zu neunzehnt am 26.04.2020 digital. Alle blieben zu Hause. Und doch waren wir beisammen. Trotz räumlicher Entfernung konnte eine erfolgreiche Jahresmitgliederversammlung stattfinden.

Wir bedanken uns bei allen, die die Vereinsarbeit im letzten Jahr auf vielen verschiedenen Ebenen gestaltet und bereichert haben! Wir begrüßen alle, die nun neue Aufgaben übernehmen und weiter zur Vielfalt von Life-giving Forest e.V. beitragen!

Januar 2020

Naturschutztage in Radolfzell am Bodensee

Dieses Jahr haben wir es nach sechsjähriger Pause wieder geschafft, an den Naturschutztagen in Radolfzell teilzunehmen. Vom 03.-06.01.2020 verbrachten wir intensive, informative, ermutigende und begegnungsreiche Tage am Bodensee. Wir konnten mit vielen Menschen an unserem Stand in bereichernden Austausch kommen. Auch unser Vortrag "Terra Preta - Wundererde selbstgemacht - Von Boden, Bäumen und den Philippinen" wurde von sehr vielen interessierten Menschen besucht.

Wir acht von LGF hatten wunderbare Tage und genoßen die gemeinsame intensive Zeit sehr!

Juni 2019

Vereinswochenende in Rottenburg am Neckar. Wir haben eingeladen!

Wir Aktiven hier in Deutschland trafen uns vom Donnerstag, den 30. Mai bis zum Sonntag, den 02. Juni im wunderschönen Weinberghaus in Rottenburg am Neckar. Das besondere diesmal war der offene Samstag zu dem wir Tragende Säulen, Spender*innen, Freund*innen und Familie eingeladen haben. Gemeinsam verbrachten wir den Tag bei wunderschönem Wetter. Wir lernten uns kennen, stellten den Verein und die Projekte vor und erfreuten uns an einem großen Kuchenbuffet.

Anschließend luden wir zu einem Workshop ein, der jede*n ganz unterschiedlich herausforderte. Die Aufgabe lautete in Vierergruppen jeweils einen Stuhl aus Restholz zu zimmern. Die Schwierigkeit lag darin, dass jede Person eine körperliche Einschräkung annahm. So verzichteteten manche zum Beispiel auf den Einsatz ihrer Hände, oder auf die Fähigkeit zu hören oder zu sehen. Alle Teilnehmenden ließen sich sehr engagiert auf die Herausforderung ein. Es entstanden vier sehr einzigartige Möbelstücke.

Am frühen Abend stellten wir Pflanzenkohle in einem "Kontiki" her, während wir gleichzeitig Stockbrot über der Glut backen konnten. Dazu gab es ein fantastisches veganes Chilli.

Abgerundet wurde der Tag von Paul Hofmann mit seinem Vortrag über Agroforstsystemen, mit denen unsere Projektpartner*innen auf den Philippinen bereits auch schon Erfahrungen sammeln konnten.

Danke an alle, die diesen Tag vorbereitet, gestaltet und die, die den Weg zu uns nach Rottenburg gefunden haben! Ein sehr bereichernder und toller Tag! 

Mai 2019

Danke an die Ministrant*innen aus Vaihingen, Enzweihingen und Kleinglattbach

Bei der 72h Aktion sind insgesamt 555.60€ an Spenden für die Projekte auf den Philippinen zusammengekommen. Vielen Dank!

April 2019

Wechsel im Vorstand. Annika Hertel wird erste Vorsitzende.

Seit Anfang an war Silvia Adler die Spitze und treibende Kraft im Verein. Durch Ihre Arbeit stehen wir heute wo wir sind. Wir sind alle sehr dankbar für die vielen, vielen Stunden Arbeit, all die Kraft und Muße die Silvia in den Verein gesteckt hat. Ich ziehe den Hut vor Dir! Doch mit Kind, Haus und Job ist diese Aufgabe in dieser Form einfach nicht mehr stemmbar gewesen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir bei den diesjährigen Wahlen Silvia als 1. Vorsitzende verabschiedet und Annika Hertel begrüßt. Annika ist hochmotiviert und freut sich schon sehr auf die kommenden Aufgaben. Desweiteren wurde Johannes Adler als neuer Kassenwart gewählt. Unterstützt wird er dabei von Florian Dermann. Auch Lennart Feist ist nun als Personalverantwortlicher mit an Board. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Wir bleiben dynamisch und blicken mit Freude auf die kommende Zeit.

Januar 2019

Bokashi. Aus Küchenabfällen wunderbaren Dünger herstellen.

Du weißt nicht wohin mit Deinen Küchenabfällen? Schon mal was von Bokashi gehört?

Mach aus Deinen Küchenabfällen und Pflanzenkohle mithilfe von Mikroorganismen hochwertigen Dünger.

Anna hat dazu eine wundervolle Anleitung für Dein nächstes Projekt verfasst!

In Deutschland landet immer noch der meiste anfallende Biomüll im
Restmüll. Dabei lassen sich Küchenabfälle super zu Kompost verarbeiten -
sogar in der eingenen Wohnung! Denn die japanische Kompostier-Methode
Bokashi nutzt Mikroorganismen, um Bioabfälle zu vergären. Da dies ohne
Sauerstoff passiert, stinkt der Kompost nicht. Den fertigen Bokashi
kannst Du dann zum Beispiel in einem Gemeinschaftsgarten ausbringen (mit
vorheriger Erlaubnis). So kannst du sogar ohne eigenen Garten zum
Kompst-Weltmeister werden.

Die Anleitung kannst Du dirket hier downloaden:

>>> Bokashi - Anleitung 1 - Eimer bauen <<<

>>> Bokashi - Anleitung 2 - Kompostierung <<<

Oktober 2018

Vereinswochenende

Ein tolles Wochenende ist wie im Flug vergangen. Gespräche über internationale Projektzusammenarbeit, neue Ideen für Agroforst und langfristige CO2-Speicherung mit Pflanzenkohle haben die gemeinsame Zeit besonders bereichert. Besonderen Dank wollen wir an dieser Stelle an Benedikt Zorn vom Fachverband Pflanzenkohle e.V. ausprechen, der uns mit seinem Vortrag ziemlich begeistert hat!